Zwergkaninchen aus Hesedorf
Jennifers Liebhaberzucht in Hesedorf / Barchel bei Bremervörde

Ernährung





Da wir doch immer wieder gefragt werden, was und wieviel man einen Hasen zu fressen geben darf, habe ich Euch einfach mal aufgeschrieben, was meine Hasen so bekommen: 

Der Speiseplan eines Zwergkaninchens besteht hauptsächlich aus Heu (ca.70%), dass immer ausreichend zur Verfügung stehen sollte, da es die Verdauung reguliert.

Dazu sollte das Kaninchen täglich Grünfutter (ca.25%) .

Das Trockenfutter (ca.5%) nimmt den kleinsten Teil der Futtermenge ein, denn schließlich bekommen Wildkaninchen auch kein Zusatzfutter.

Außerdem brauchen Kaninchen Nagematerial (Obstbaumäste, hartes Brot, Kabberstangen, u.s.w.) damit sie sich die ständig nachwachsenden Nagezähne abnutzen können.

Im Allgemeinen sollte beachtet werden, dass alles frisch ist, gut riecht . 

Heu und frisches Wasser sollten dem Kaninchen den ganzen Tag (und die ganze Nacht) zur Verfügung stehen.

Hier habe ich Euch einfach mal aufgeschrieben, was ich jeden Tag so als Grünfutter in bunter Mischung reiche: 

Täglich kann man folgendes füttern: 

 

 

täglich 

Broccoli

Chicoree

Chinakohl

Fenchel

Gurke

Karotte

Knollensellerie

Mairüben

Pastinake

Petersilienwurzel

Staudensellerie

Steckrübe

Apfel

Möhre

Kräuter, Pflanzen, Äste

Basilikum

Dill

Gänseblümchen

Gras (vorsichtig anfüttern!!!)

Kamille

Löwenzahn

Melisse

Oregano

Pfefferminze

Salbei

Schafgarbe

Sonnenblume

Spitzwegerich

Apfelbaum

Birnenbaum

Haselnuss

Heidelbeerbusch

Johannisbeerbusch


Selten sollte hingegeben gereicht werden: 

Blumenkohl
Eisbergsalat
Feldsalat
Günkohl
Kohlrabi und Blätter
Kürbis
Mangold 
Maisblätter
Möhrenkraut
Paprika
Romanesco
Rosenkohl
Rote Beete
Rucola
Tomate
Zucchini
Ananas
Banane
Birne
Brennessel
Huflattich
Klee
Petersilie
Rosmarin
Saueranpfer
Thymian
Weißdorn
Ahorn
Birke
Buche
Erle
Esche
Fichte
Fichte Kastanie
Kiefer
Linde
Pappel
Weide

Futtermenge

Wie viel Futter ein Kaninchen bekommen sollte hängt davon ab, wie alt es ist und ob es dazu neigt dick zu werden oder nicht, die Futtermenge sollte deshalb individuell bestimmt werden. 

Ein paar "Grundregeln" gibt es aber schon:
1. Es sollte immer ausreichend Heu zur Verfügung stehen, denn dies ist die Hauptnahrung der Kaninchen. 

2. Ein ausgewachsenes Zwergkaninchen bekommt zu Heu und Grünfutter ca. 1 Vansich- Oxi - Meßbecher voll 30 gr. Trockenfutter. 

3. Tragende oder säugende Mütter bekommen etwas mehr Trockenfutter (eine 1-2kg schwere Häsin bekommt etwa 2 Meßbecher pro Tag). 

4. Zu dicke Kaninchen sollten so gut wie gar kein Trockenfutter (nur 1/2
Meßbecher pro Tag) und dafür mehr Grünfutter bekommen (und mehr Auslauf haben). 

5. Bei Jungtieren sollte vorsichtig mit der Grünfutter Fütterung begonnen werden, ihr Speiseplan besteht Hauptsächlich aus Heu und ca. 1/2 Meßbecher Trockenfutter pro Tag. 

6. Im Sommer kann man die Graßmenge auch steigern, dann wird das Kaninchen weniger Heu fressen. 

Futterergänzungen

Außerdem lieben Kaninchen hartes Brot, das ist - genau wie Obstbaumäste - auch gut für die ständig nachwachsenden Zähne, allerdings sollte es nur in geringem Maße (ca.2 mal pro Woche) gefüttert werden. Ich fütter auch ab und zu Knäckebrot und Zwieback.

Man sollte nur darauf achten, dass das Brot wirklich hart und nicht schimmelig ist. 

Übrigens getrocknete Maiskolben werden auch gerne abgeknabbert, sollten aber auch nicht im Übermaß gefüttert werden. 
Mit Knabberstangen und anderen "Leckerlies" sollte man sehr sparsam umgehen, da sie meistens dick machen, ein Stückchen Möhre oder Apfel als Belohnung finden die Kaninchen auch o.k..

Ich hoffe, diese Infos haben Euch weitergeholfen, ansonsten fragt bitte nach!